Geschichte des Belgischen Ringsports

Die Anfänge des "Belgisch Ring"

Um 1700 begannen die Belgier Ihre Hunde als Hilfe zur Bewachung der Stadt einzusetzen. Diese Hunde waren nicht ausgebildet, sollten aber den Polizisten als Begleiter dienen. Zu dieser Zeit nutzden die Belgier Hunde, die mittelgroß, sehr schnell und sehr intelligent waren. Ab hier beginnt die Entwicklung des "Belgischen Ringsports" und der Belgische Schäferhund bildet das Fundament auf dem der belgische Ringsport aufbaut.

Um 1880 begannen einige Leute (keine Polizisten) damit, Ihre belgischen Schäferhunde vorzuführen. Einer dieser Leute war "Edmond Moecheron". Er wird auch "Vater des Ringsport" genannt. Er war der Erste, der mit der Vorführung der Polizeihunde erfolg hatte. In kürzester Zeit war Edmond Moecheron sehr berühmt und viele Leute kamen, um seine Vorführung zu sehen. Zusammen mit seinem Helfer und seinen 3 belgischen Schäferhunden Dax, Nic & Miss war er auf verschiedenen Veranstaltungen und Messen eine Attraktion.
Die Zeitungen schrieben sensationelles über Ihn und schon bald begannen Andere seine Nummern zu kopieren. Der ganze Anreiz dafür war weder der Sport noch die Kunst, sondern einfach nur das Geld. Es war ein reines Geschäft, die Leute möglichst rund um den "Ring" (geschlosses Areal) zu bekommen und Ihnen das Geld aus der Tasche zu locken.

Edmond Moecheron und Andere gaben überall in Belgien, Frankreich, Holland usw. Ihre Vorführungen. Auf einem dieser Vorführungen erkannte Mr. "E. Van Wezemael", Oberkommissar der Stadt Gent, das Potenzial des belgischen Schäferhundes und ihrer Trainer. Mr. "E. Van Wezemael" verfolgte mit grosser Aufmerksamkeit das Training und die Entwicklung dieser Hunde und gründete 1899 die erste Polizeihundeschule in Gent. Er entdeckte, dass diese ausgebildeten Hunde brauchbar für seine Polizisten bei der nächtlichen Streife waren.
Mr. "E. Van Wezemael" schrieb ein Buch über den Einsatz der Polizeihunde und weckte damit sehr bald das Interesse aus allen Teilen Europas und Amerikas. Mehrere Länder, wie Frankreich, England, Amerika, Brasilien etc. sendeten Ihre Deligierten, um sich die Trainingsmethoden anzueignen und die Hunde zu sehen, ja sogar ausgebildete Hunde zu kaufen.

1903 fand die erste Ringsport-Veranstaltung in Mechelen in Belgien statt. Das Programm war noch nicht so gut definiert, aber jedes Team gab sein Bestes. Die erste wirkliche Definition des Ring-Programms wurde 1908 definiert.

    Beim ersten Ringsport-Wettkampf 1908 beinhaltete das Programm:

  • Laufen "ohne Leine" in der Nähe des HundefĂĽhrers : 20 Punkte
  • Bringen eines vom HundefĂĽhrer ausgesuchten Gegenstandes : 5 Punkte
  • Bewachen eines Gegenstandes, welcher dem Besitzer gehört - ohne Anwesenheit des Besitzers : 5 Punkte
  • Sprung ĂĽber ein Hindernis : 10 Punkte
  • Sprung ĂĽber ein Loch oder Graben : 10 Punkte
  • Bewachen des HundefĂĽhrers (FĂĽhrerverteitigung) : 15 Punkte
  • Angriff auf den Helfer, der vom HundefĂĽhrer ausgewählt wird : 10 Punkte
  • Bewachen eines Gegenstandes, welcher vom Besitzer aus mehreren, verschiedenen Gegenständen ausgewählt wird : 15 Punkte
  • Gesamtpunktzahl: 90 Punkte

Die erste nationale Meisterschaft im belgischen Ringsport fand nach WW1, am 3. Oktober 1926 statt.
Es gab 9 Wettbewerber. 5 Mechelaars (Malinois), 2 Groenendales und 2 Bouvier de Flandres. Im Laufe der Zeit gab es immermal eine Ă„nderung im Ring-Programm, aber letztendlich sind doch all diese Ăśbungen bis heute in der einen oder anderen Form geblieben.

Unter dem Namen "Grosser Preis von Belgien" organisierte der SRSH/KMSH (Societe Royale Saint-Hubert) 1926 zum ersten Mal eine eigene Meisterschaft. Den 1. Platz machte die Mechelaar-HĂĽndin SADI (LOSH 13537 alias SADI WORTHY - LOB 10794) und den 2. Platz SAMOX (LOSH 20606). Beide hatten Papiere des belgischen Kennelclubs (KCB), welche nicht anerkannt wurden und welche unter einem anderem Namen im Zuchtbuch des Societe Royale Saint-Hubert registriert wurden. Seit 1926 wurde der groĂźe Preis von Belgien immer von Mechelaars gewonnen, bis auf zwei Ausnahmen. 1929 muĂźte sich ein Mechelaar den Titel mit dem Groenendael NEROLO (LOSH 22277) teilen. NEROLO (LOSH 22277) gewann 1931 nochmal den Titel vor BOLLUX (LOSH 32278 - alias LUX de GALLIFORT - LOB 12534). 1952 gewann der Tervueren Xavier (LOSH 141222) den grossen Preis von Belgien.

Das beste Ergebnis für andere Rassen als den belgischen Schäferhund waren 1935 der 2. platz für den Deutschen Schäferhund SWITO (LOSH 61915) und 1952 ebenfalls den 2. Platz für den Bouvier de Flandres VUW (LOSH 135650).

    Hunde, die mindestens 3 Mal den Titel gewannen:

  • METTEKO (ALSH 21704) in 1967, 1968, 1970 and 1971
  • CLIP (LOSH 412720) in 1981, 1982,1983, 1985 and 1986
  • JUL (LOSH 537353) in 1990, 1991 and 1995
  • NIVER des TIGROUS (LOSH 643560) in 1996, 1997 and 1998

Einer der bekanntesten Mechelaar-Züchter aus Belgien, Mr. Luc Vansteenbrughe mit seinem Zwinger "des Deux Pottois", war anfang der neunziger Jahre einer der Erfinder und Träger des internationalen Ring-Programms "Mondioring" (Weltring). Mondioring ist eine Mischung aus Belgisch Ring, Französisch Ring, KNPV und Schutzhund (SchH-Sport). Das Programm besteht aus 3 Kategorien (CAT1, CAT2, CAT3), wobei CAT1 die leichteste und CAT3 die schwerste Kategorie ist. Jedes Jahr wird eine Weltmeisterschaft in verschiedenen Ländern ausgetragen.

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